Herbert

21.03.2011 - Stuhlkauf!

Bei der ganzen Freude über den Massagesessel hätte ich fast vergessen, warum wir eigentlich in das Möbelgeschäft gefahren waren. Wir wollten ja Stühle für den Esstisch kaufen. Also ging es jetzt wieder mit der Rolltreppe die zwei Stockwerke herunter in die Wohnzimmer-Abteilung. Erstaunlich schnell einigten wir uns auf die zukünftigen Esszimmer-Stühle und bestellten sechs Stück. Die Stühle und der Massagesessel würden uns in den nächsten Tagen geliefert werden. Dann stand die Rückfahrt an. Das Trauerspiel von der Hinfahrt wiederholte sich in identischer Form. Ich hoffte, dass ich mithilfe des Massagesessels bald wieder selbst das Steuer in die Hand nehmen konnte.
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17.03.2011 - Tolle Entdeckung!

Bereits beim Betreten des Geschäfts fiel mir ein großes buntes Schild auf. Darauf stand „Bestpreis Massagesessel“. Ich wies meine immer noch abwesend wirkende Frau auf den Bestpreis Massagesessel hin. Zu einer qualifizierten Antwort war sie offensichtlich noch nicht fähig. Also ging ich einfach zielstrebig los und sie dackelte mir leichenblass hinterher. Ich fragte den erstbesten Verkäufer nach dem Bestpreis Massagesessel und er verwies mich in  den zweiten Stock. Ich war froh, dass mich eine Rolltreppe zum Bestpreis Massagesessel fuhr. Treppen waren nämlich immer eine extra Marter für meinen armen alten Rücken. Endlich waren wir beim Bestpreis Massagesessel angekommen. Ich setzte mich sogleich rein und genoss die Probemassage. Dieser Bestpreis Massagesessel war wirklich super. Den musste ich unbedingt haben. Doch erst einmal musste ich herausfinden, wie hoch denn der sogenannte Bestpreis vom Bestpreis Massagesessel war. Ich winkte eine junge, blonde Verkäuferin heran und erkundigte mich nach dem Preis. Sie erklärte mir, dass das gute Stück von 300 Euro auf 200 Euro reduziert wäre. Das war natürlich  immer noch viel Geld. Aber verglichen mit den teuren Massagen waren 200 Euro dann doch wieder günstig. Ich entschloss mich dazu, mir den guten Massagesessel zu gönnen. Meine Frau hatte erstaunlicherweise auch nichts dagegen.
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13.03.2011 - Alptraumfahrt!

Letzte Woche sind wir dann zusammen in ein großes Möbelzentrum gefahren, weil wir uns nach neuen Stühlen passend zu unserem Esstisch umsehen wollten. Die Fahrt dorthin war ein einziges Horror-Szenario. Da besagtes Möbelzentrum ein bisschen weiter weg ist, führte kein Weg daran vorbei, die Autobahn zu benutzen. Meine Frau, die ja aus bekannten Gründen fahren musste, hat aber eine Heidenangst vor dem Fahren auf der Autobahn. Beim Frühstück bekam sie schon keinen Bissen herunter in Anbetracht der bevorstehenden Fahrt. Je näher wir der Autobahnauffahrt kamen, desto mehr Schweißperlen konnte ich auf ihrer Stirn zählen. Auf der Beschleunigungsspur hatte die Hysterie dann ihren Höhepunkt erreicht und meine Frau krallte ihre mittlerweile blutleeren Finger in das gute Lederlenkrad. Während der ganzen Fahrt blieb sie auf der rechten Spur und blickte im Sekundentakt paranoid in den Rückspiegel. Nach einer gefühlten Ewigkeit kamen wir endlich am Möbelgeschäft an. Das ganze Auto roch nach Angstschweiß.
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9.03.2011 - Rückenprobleme!

Nach jahrzehntelanger Schreibtischarbeit plagten mich bereits zu Beginn meiner wohlverdienten Rente starke Rückenschmerzen. Ich war natürlich schon mehrmals deswegen beim Arzt gewesen. Leider kann der aber auch nicht mehr tun als mir Massagen zu empfehlen. Von der Krankenkasse wird aber nur eine Massage die Woche bezahlt und das reicht bei weitem nicht. Auf der anderen Seite sind professionelle Massagen einfach zu teuer, um sie aus eigener Tasche zu bezahlen. Das war wirklich ein großes Dilemma. Ich hatte doch so große Pläne für das Rentenalter gehabt. Unter anderem wollte ich als ältester Mann den Mount Everest besteigen und den Ärmelkanal durchschwimmen. Daran war in Moment aber leider nicht zu denken. Ich konnte nicht einmal Auto fahren, weil mir der Rücken dabei so weh tat. Das musste jetzt immer meine Frau Grete machen. Dabei fährt sie gar nicht gerne und ist immer so hysterisch hinterm Steuer. Das geht einem gehörig auf die Nerven.
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